Kolpingsfamilie Fröndenberg - Geleitwort

Geleitwort

  Es wird immer wieder notwendig sein, an Adolph Kolping als normative und charismatische Gründungsgestalt des Kolpingwerkes zu erinnern, sich von seinem Lebens- und Glaubensbeispiel begeistern und motivieren zu lassen. Als Seliger der Kirche soll und will er nicht für die Mitglieder des Kolpingwerkes Vorbild und Fürsprecher sein. Alle, die in der Nachfolge Jesu nach einem Christsein mitten in der Welt und im Dienst an den Menschen suchen und fragen, werden in Adolph Kolping einen verlässlichen Wegweiser und Wegbegleiter finden. Sein eigener Zick- Zack- Kurs durchs Leben lässt zwar nicht auf einen einfachen und bequemen Weg hoffen, allemal aber auf ein interessantes und spannendes Abenteuer.

<< Wer Mut zeigt, macht Mut !>> Diese Worte sind ein beredter Ausdruck seines Wagemutes. Adolph Kolping macht Mut zu neuen Wegen in der kirchlichen und pastoralen Arbeit.

In seinem Leben und Wirken hat Adolph Kolping jene Worte eingelöst, die er als 23- Jähriger beim Übergang von der Werkbank zur Schulbank an den Anfang seiner Tagebucheintragungen gesetzt hat ( 4. November 1837 ). Diese Worte können auch für uns eine vorzügliche Vorlage und Hilfe sein auf dem Weg zu einem "Tüchtigen Christen" : Erst will ich mich bestreben, Mensch zu sein, die hohe Bestimmung desselben begreifen lernen, zu der er geboren ward ...... der Wahrheit ein Zeuge, dem Mitmenschen ein Bruder sein. Zufrieden will ich in dem Gedanken suchen, alles getan zu haben, was meine Kräfte und mein Wirkungskreis verlangte; außer diesem gibt es auch keine wahre Zufriedenheit, keine Ruhe für mich. Vollkommen werden, sein Lebensziel erreichen - im Dreischritt von Menschsein, Christsein, Mitmenschsein. Das hat uns Adolph Kolping vorgemacht. Wir sollten es ihm nachmachen! 

Msgr. Alois Schröder